RegionalStrom

Für alle Kunden in der Region eine Alternative zu ihrem derzeitigen Lieferanten. Werden Sie Kunde der Freisinger Stadtwerke.

kein Atomstrom

Wasserversorgung

Freising war in der Vergangenheit schon immer eine durch Wasserreichtum gesegnete Stadt. Die Isar, Moosach und Stadt-Moosach sowie Grundwasser-Quellbäche am Fuß der umliegenden Höhenzüge lieferten stets große Wassermengen für das Stadtgebiet. Schlechter war es eigentlich mit der Wasserversorgung nur um die Höhenlagen bestellt. Weihenstephanerberg und Domberg sowie auf den Hängen nördlich der Stadtmoosach, z. B. dem heutigen Lankesberg.

Im mittelalterlichen Freising verfügte vermutlich wohl jedes Wohnhaus über einen Schöpf- und Ziehbrunnen, bei dem das Wasser mittels Eimer aus einem Schacht heraufbefördert wurde. Außerdem gab es über die ganze Stadt verteilt öffentlich zugängliche Brunnen. Ein weiterer Vorteil hierbei war, dass bei Bränden rasch größere Wassermengen geschöpft werden konnten.

Brunnhäuser pumpten Flusswasser auf den Domberg und zu einigen Großverbrauchern, zu denen in Freising vor allem die in der Stadt zahlreichen Brauereien gehörten. Erste zuverlässige Belege über die Trink- und Brauchwasserversorgung der Stadt Freising stammen aus der Zeit um 1500. Damals gab es in der Stadt bereits zehn öffentliche Brunnen.

In Unkenntnis der Wirkungszusammenhänge hatte man jedoch damals auch neben den Brunnen oder nur unweit von ihnen entfernt unachtsam Dunglagerstätten und Abfallgruben errichtet. Epidemische Krankheiten wie Cholera, Brechruhr, Wechselfieber und Typhus nahm man gottergeben hin und nur wenige Verantwortliche machten sich Gedanken über die Ursache dieser immer wieder die Stadtbevölkerung dahinraffenden Krankheiten.

Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man Überlegungen zu einer zentralen Wasserversorgung für Freising nachzudenken. Unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Mauermayr wurde vom Stadtmagistrat eine zwölfköpfige Kommission eingesetzt, die 1885 mit Versuchsbohrungen von Trinkwasserbrunnen für eine zentrale Wasserversorgung begann.

Am 3. August 1886 gab es dann den ersten Spatenstich für eine zentrale Wasserversorgung und von da an ging der Ausbau zügig voran:

1888: Die Stadt Freising nimmt eine zentrale Trinkwasserversorgung mit einem Brunnen nordöstlich der Traktorenfabrik Schlüter an der Münchner Straße auf. Dazu gehören ein Pumpwerk an der Moosach nahe dem Veitshof (Veitsmühle) sowie ein Erdbehälter an der Prinz-Ludwig-Straße.

1906: Bau des Wasserturms und eines Hochzonenpumpwerks an der Prinz-Ludwig-Straße in Zusammenhang mit der Errichtung der Jägerkaserne für das 1. Bayerische Jägerbatallion (Vimy-Kaserne).

1938: Bau des Windkesselpumpwerks mit dem Erdbehälter III an der Mainburger Straße anlässlich des Baus der General-von-Stein-Kaserne.

1959: Gründung der Stadtwerke Freising und Übernahme der Wasserversorgung für Freising.

1967: Inbetriebnahme des Hauptpumpwerks im Vöttinger Moos mit drei Flachbrunnen (ca. 15 Meter Tiefe) und Übernahme der gesamten Wasserversorgung von Weihenstephan.

1972: Bau eines weiteren Wasserspeichers am Hochzonenpumpwerk an der Prinz-Ludwig-Straße. Die Wasserversorgung wird auf die Gemeinden, die durch die Gebietsreform zu Freising gekommen sind, ausgedehnt.

1986: Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage mit zwei Tiefbrunnen (ca. 100 Meter Tiefe) am Hauptpumpwerk im Vöttinger Moos. Weitere zwei Tiefbrunnen werden erschlossen.

1994: Kooperationsvertrag mit Landwirten zum Trinkwasserschutz im Trinkwassereinzugsgebiet.

2000: Die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH, ein 100%iges Tochterunternehmen der Stadtwerke Freising, übernimmt die Versorgungsbetriebe Strom und Gas. Die Wasserversorgung verbleibt beim Eigenbetrieb Stadtwerke Freising. Die Betriebsführung übernimmt die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH.

2001: Bau einer weiteren Versorgungsleitung für den schnell wachsenden Ortsteil Lerchenfeld entlang der Süd-Tangente bis zur Erdinger Straße mit Unterdükerung der Isar.

2003: Grundsteinlegung für den neuen Trinkwasser-Hochbehälter (Fassungsvermögen: 5.000 Kubikmeter) in der Waldsiedlung.

2003 - 2006: Bau des Hochbehälters in der Waldsiedlung. Beginn der Einführung der speicherprogrammierbaren Steuerung.

2006: Der Wasserturm wird hundert Jahre. Rechtzeitig zum Jubiläum ist er außen komplett restauriert worden. Am 22.7.2006 Einweihung des neuen Trinkwasser-Hochbehälters.

2007 - 2008: Herstellung eines Notverbundes mit Pulling (Zweckverband Wasser-versorgungsgruppe Freising Süd).

2008: Vor 120 Jahren, am 03.12.1888, waren die umfangreichen Vorarbeiten und Maßnahmen zur Fertigstellung der zentralen, öffentlichen Trinkwasserversorgung abgeschlossen. Jahrelange Suche nach geeigneten Brunnen und die Erstellung eines Rohrnetzes in alle damaligen Stadtteile gingen dem voraus.

2008: Einbau von moderner Pegelmeßtechnik in die Flachbrunnenanlagen im Wasserwerk I.

2008: Einbau von Zwischenpumpstationen an den Wasserwerken II und III.

2010: Errichtung einer UV-Anlage am Wasserwerk I.

2011: Regenerierung des Tiefbrunnen II und der dazugehörigen Filtergruppe.

2012: Beginn der Errichtung eines vierten Tiefbrunnens.

2013: 125 Jahre Trinkwasserversorgung - am 03.12.1888 wurde die Trinkwasserversorgung in Freising, so wie wir sie heute kennen - mit kontrollierten Brunnen, Druckspeicherbehältern, Wasserleitungen bis in die Privathäuser - in Betrieb genommen.

2014: Inbetriebnahme des vierten Tiefbrunnens (TB III) und Ausstattung des Tiefbrunnen II mit FU-Regelung (Frequenzumwandlung).

2014: 20 Jahre für den Trinkwasserschutz - seit 20 Jahren betreiben die Landwirte im Trinkwassereinzugsgebiet der Stadtwerke Freising freiwilligen Wasserschutz, d. h. sie bewirtschaften die Felder so, dass möglichst wenig Stickstoff ins Grundwasser gelangt. Dabei werden sie finanziell von den Stadtwerken unterstützt und von Wasserschutzexperten beraten.